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Donnerstag, 16. August 2007

Mein Album: erste Infos

Die Dame hier links, die der geneigte Leser sicher schon längst als meine überaus scharfe PR-Frau Tschakklin erkannt hat, meldete sich soeben auf meinem sogenannten Mobiltelefon und gab mir den mehr als eindeutigen Auftrag, ab sofort darauf zu verzichten, anderen Künstlern wie z.B. Styles P auf meinem Blog zu Promo zu verhelfen. O-Ton Tschakklin: "Du verschwendest Ressourcen!" Mal sehen, ich habe 5 Subscribers - Ressourcen?? Hahahahahahahaaaa!!
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Jedenfalls ergreife ich die Gelegenheit, mal wieder was über mich und mein Album zu schreiben, welches wegen der Vorbestellungen auf den iTunes-Charts direkt hinter 'Ye und 50 auf Platz drei aufleuchtet: so wie's aussieht, wird das Ding 15 oder max. 16 Tracks draufhaben. Frei nach dem weisen Spruch, dass in der Kürze die Würze liegt (und mir 15 oder 16 Tracks eigentlich schon fast zu lang sind). Ich könnte es natürlich auch gleich dumm anstellen wie alle anderen und ein 25-Track-Mixtape mit Bonusmaterial rausgeben, nur für die Strasse sozusagen, und dann würde ich nur Scheisse rappen und alle die, die es nicht fühlen, ignorante Bauern nennen, aber hey, wir sind hier im Plattenverkauf-Business, ich habe keine Zeit für diesen Scheiss, schliesslich muss ich ja noch arbeiten gehen und Stacks bundlen, währenddem Ihr friedlich vor Eurem Block das Yayo hustlet, hahaha.
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Momentan sind wir gerade dabei, das Tracklisting fertigzustellen. 14 Songs sind soweit fix (einer wird noch geremixt), dann kommen noch ein oder zwei Sachen hinzu. Als kleiner Teaser kann gesagt werden, dass im Moment noch etwas von Sad oder von Freaza in Arbeit steht - da warten wir noch auf Hartmaterial aus der Synthieecke. Der Rest, d.h. die nicht ausgewählten Tracks, wandert dann zu meinem Mann DJ EH-DR, besser bekannt als Max Cohen. Der macht daraus diese "The Lost Tapes"-Mixtapes, welche es bald gratis auf eure Ohren gibt und mit denen wir Euch sauber anteasen. Jaja, Tschakklin spricht fliessend Marketing, genauso wie JP. Mal sehen, wie's rauskommt. Für Inputs des Volkes gibt's das Kommentarfeld...

Montag, 30. Juli 2007

Tschakklin...

...hat mich gerade angerufen und gesagt, ich müsse mal wieder was eigenes in meinen Blog schreiben. Was echtes, so, was, das Substanz habe, damit sich der Kunde ein Bild machen und sich ein "ACR", ein Artist-Customer-Relationship etablieren könne. Mit anderen Worten: Tschakklin will, dass die Leute mehr über mich, mein Leben und meine Ansichten erfahren. Warum nicht gleich so, Tschakky? Das tue ich natürlich gerne. Und gebe meinen Kurzsenf zu einem aktuellen Rapthema ab, das auch mit dem ACR zu tun hat:

In letzter Zeit wird Rap weltweit vermehrt zum Politikum. Keine Angst, ich meine ausnahmsnweise mal NICHT die Fuchs-Situation, wie ich sie tarantinomässig ab nun nennen werde, sondern rede von globaleren Zusammenhängen. Die Tatsachen sind klar: die Verkaufzahlen sind im Eimer, und zwar im gigantischen Stil, und mal wieder fragen sich alle warum. Jeden Tag glaubt ein neuer Seelenheiler, er hätte die Wunde des Genres gefunden und könne sie nähen, und jeden Tag scheitert ein anderer. Der eine redet von zu viel Negativ-Message, der andere von zu wenig Kreativität etc. Alle diese Gründe deuten doch nur auf eines hin:

In Zeiten, in denen man JEDES (!!!) Album problemlos downloaden kann, muss das Album als Produkt aufgewertet werden. Die Leute müssen einen Grund haben, etwas zu kaufen, was sie gratis haben könnten. Und nein, meine lieben Sammler-Freaks:




Die Tatsache, dass man beim Kauf einer CD noch das Booklet kriegt, reicht nun wirklich nicht als Anreiz. Es geht eben nicht mehr nur um Musik als gute Unterhaltung (weil man die problemlos gratis kriegt), sondern es muss eine Beziehung zwischen Produkt und Kunde entstehen, mit anderen Worten: Der Kunde muss sich im Künstler erkennen können. Dadurch hat der Kunde nachher einen Grund, das Album zu kaufen, OBWOHL es gratis erhältlich ist. Nun ist es aber so, dass - um die Argumentation auf eine andere Ebene zu transferieren - sich ein (Hobby-)Fussballer zwar mit allen anderen Fussballern grundsätzlich identifizieren kann, er aber trotzdem nur einem (oder von mir aus einigen wenigen) richtigen Vorbildern nacheifert. Ist er ein Techniker, liebt er wohl Cristiano und Ronaldinho, ist er ein Brecher, steht er eher auf Wayne Rooney und Jean-Michel Tchouga (jaja, just kidding...), aber er entscheidet sich für einen Stil, und den will er verfolgen bzw. den bewundert er, und mit dem identifiziert er sich.





Das Problem bei Rap ist nun, dass es zu viele Waynes und zu viele Cristinanos, kurz: zu viele von derselben Sorte gibt. Obwohl die Nachfrage nach Rap riesig war (und es wohl im Verhältnis noch immer ist), kommt einfach zu viel raus, das sich in keinster Weise vom ganzen Rest abhebt. Damit meine ich nicht, dass die Leute sich thematisch unterschiedlicher entwickeln sollten (was zwar auch gut wäre), sondern dass die Leute im Rahmen dessen, was sie tun, sowohl lyrisch als auch vom Klangbild her (also auch, WIE sie Sachen rappen, sprich nicht die Lyrik, sondern die Delivery) zu ähnlich klingen. Das Resultat davon: weil das menschliche Ohr ob all der Masse an gleich klingenden Sachen nur noch diejenigen Songs wahrnimmt, die rausstechen, wird die Anzahl solcher Songs pro Album zum Hauptkriterium darüber, ob ein Album einem eben bleibt, sprich ob man es kauft, oder ob es an einem vorbeigeht, sprich ob man es downloadet und löscht, sobald die externe Festplatte an die Grenze ihrer Kapazität kommt. Beispiel gefällig?



Fabulous ist der coolste Rapper von New York, aber er hat nur drei Songs, die eine Art eigenen Flavor reinbringen (Diamonds, Brooklyn, Haha). In einer Zeit, in der Alben überall downloadbar sind, reicht das einfach nicht für Identifikationspotential, da ist zuwenig "spezielles", "typenbezogenes" Material vorhanden. Das Album (oder eben diese drei Songs) ist dann zwar cool, aber nicht cool genug, gekauft zu werden, ein Download reicht da. Gegenbeispiel:



T.I. kratzt trotz weltweiten Verkaufseinbrüchen locker am Platinstatus. Warum? Weil keiner so klingt wie er. Weil er konsequent doubletimet mit South-Swagger, weil er die Hooks mit dieser ATL-Stimme halb singt, halb redet. Weil auch die Beatauswahl ein Konzept hat und NICHT einfach dem entspricht, was man auf einem 0815-Album erwartet. T.I. zieht sein Ding durch, was dazu fühht, dass seine Alben eben nur von T.I. sein können und von niemandem sonst. Wer T.I. mag, kommt nicht darum herum, T.I. zu kaufen. Logisch habe ich mir T.I. vs. T.I.P. reingezogen, und enttäuscht worden bin ich beileibe nicht.

Fazit: Rausstechen muss man. Und genau das werde ich mit meinem Album auch versuchen. Daraus entstehen dann ACRs, und das gefällt dann auch Tschakklin. Merci beaucoup!

Freitag, 20. Juli 2007

Tschakklin...

...meine PR-Frau hat mich gerade ganz nervös angerufen und gesagt, ich solle den Blog unbedingt in meinem eigenen Namen schreiben. Auf meine Frage hin, warum ich das denn tun solle, meinte sie vielsagend: "Das macht Welle." Tschakklin spricht offensichtlich fliessend Marketing, aber wie ich das jetzt verstehen soll, weiss ich gerade noch nicht. Jedenfalls tue ich es natürlich, weil für irgendwas habe ich Tschakklin ja hier eingestellt bzw. ist Tschakklin hier ja eingestellt worden für mich.

Tschakklin jedenfalls, und das sei hier verraten, erzählt mir immer ganz interessante Sachen aus der Welt des Marketings. So zum Beispiel hat sie mir gesagt, man dürfe ob all der Politik den Swag nicht vergessen, oder man könne durchaus "conscious" sein, aber nicht ohne dabei "controversial" zu "remainen". Für mich sind das sehr eigenartige Schlagworte, schlussendlich war's doch immer so: entweder man hat's, oder man hat's einfach nicht. Ich habe Canibus beispielsweise nie gefühlt, obwohl er lyrically meilenweit über 2Pac anzusiedeln ist. Letzteren hingegen habe ich als einen meiner Götter verehrt. Es muss faszinieren, point blank. Der sinnvollste und intelligenteste Rapper kann unter dem Strich nichts, wenn er, wie Frank Baumann sagen würde, "nöd sexy" tönt. (Anmerkung für die Vollidioten unter Euch: "No Homo".) Naja, wie gesagt: Entweder man hat's, oder man hat's nicht. Ist Geschmacksache. Tschakklin könnte den Erfolg wohl in Schlagwörtern bemessen, aber für mich bleibt Musik Entertainment und Ablenkung. Wenn's zur Wissenschaft wird, ist es ja wie mein Job, und bei meinem richtigen Job verdiene ich erheblich mehr.

Tschakklin jedenfalls kreiert mein neues Image. Und unter ihrem Einfluss geht das weg von Sampleklängen hin zu Synthiegeplärre und Cool Doubles, die ins Schweizerdeutsche übersetzt und in Einzellinien in der Booth aufgenommen werden. Das, so Tschakklin, mache dann richtig Welle, so eine Art Ricky Rauz der Schweiz. Und Tschakklin meint auch, das passe dann zu mir, und ich könne so sein, wenn ich wolle und die andere Scheisse sei einfach vorbei und und und. Ich vertraue ihr diesbezüglich. Nein, falsch, ehrlich gesagt vertraue ich ihr nicht, kein bisschen. Aber sie wird ja für ihre Arbeit bezahlt. Und sonst hat ja er immer noch meinen Rücken:

Requested by popular demand...

...ein Foto meiner PR-Beraterin Tschakklin:





Tschakklin spielte früher für die Falcons. As you can see.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Mein Album...

...kommt bald!:-) Die Trackauswahl findet gerade statt, dann heisst's neu aufnehmen, postproduzieren, mischen, mastern. Parallel dazu gibt's ein klassisches Lost Tapes Gratismixtape als Gratis-Download. (Note to self: ja, ich weiss, ist kein Tape im klassischen Sinne, kein Kassettli wie früher und da war ja alles besser. Aber ich konnte mir keinen griffigeren Namen ausdenken als Mixtape, Mixgratisdownloadzipfile wäre viel schwieriger zu vermarkten gewesen, und Jacqueline ("Tscha-kk-lin"), meine PR-Dame, sagt, das sei wichtig heutzutage. Darum also.) Das kommt alles im Verlaufe der nächsten paar Monate. Zum Album sage ich mal vorsichtig: Januar. Und: Zieht Euch warm an, die Zeit der puren Depression ist vorbei. Der Emm hat den Swag gejackt (von wem weiss niemand) und stülpt ihn sich selber über. Be aware.