Tschakklin jedenfalls, und das sei hier verraten, erzählt mir immer ganz interessante Sachen aus der Welt des Marketings. So zum Beispiel hat sie mir gesagt, man dürfe ob all der Politik den Swag nicht vergessen, oder man könne durchaus "conscious" sein, aber nicht ohne dabei "controversial" zu "remainen". Für mich sind das sehr eigenartige Schlagworte, schlussendlich war's doch immer so: entweder man hat's, oder man hat's einfach nicht. Ich habe Canibus beispielsweise nie gefühlt, obwohl er lyrically meilenweit über 2Pac anzusiedeln ist. Letzteren hingegen habe ich als einen meiner Götter verehrt. Es muss faszinieren, point blank. Der sinnvollste und intelligenteste Rapper kann unter dem Strich nichts, wenn er, wie Frank Baumann sagen würde, "nöd sexy" tönt. (Anmerkung für die Vollidioten unter Euch: "No Homo".) Naja, wie gesagt: Entweder man hat's, oder man hat's nicht. Ist Geschmacksache. Tschakklin könnte den Erfolg wohl in Schlagwörtern bemessen, aber für mich bleibt Musik Entertainment und Ablenkung. Wenn's zur Wissenschaft wird, ist es ja wie mein Job, und bei meinem richtigen Job verdiene ich erheblich mehr.
Tschakklin jedenfalls kreiert mein neues Image. Und unter ihrem Einfluss geht das weg von Sampleklängen hin zu Synthiegeplärre und Cool Doubles, die ins Schweizerdeutsche übersetzt und in Einzellinien in der Booth aufgenommen werden. Das, so Tschakklin, mache dann richtig Welle, so eine Art Ricky Rauz der Schweiz. Und Tschakklin meint auch, das passe dann zu mir, und ich könne so sein, wenn ich wolle und die andere Scheisse sei einfach vorbei und und und. Ich vertraue ihr diesbezüglich. Nein, falsch, ehrlich gesagt vertraue ich ihr nicht, kein bisschen. Aber sie wird ja für ihre Arbeit bezahlt. Und sonst hat ja er immer noch meinen Rücken:
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