Dienstag, 6. November 2007

Wurst und Brot

Meine Damen und Herren, es ist mal wieder Dienstag, es ist mal wieder die Zeit für das ganz runde Leder, in der Champions League herumzurollen, und somit ist es mal wieder Zeit für mich, einen meiner allseits beliebten Fussballartikel zu verfassen. Auch wenn ich eigentlich gar nicht will, denn:

Nein, ich gucke nicht Schalke 04 gegen Chelsea. Und nein, ich sehe keinen wunderbar starken Ivan Rakitic,



der mit seinen noch nicht mal zwanzig Lebensjahren Anlagen zu einem fantastischen Fussballspieler hat. Und nein, ich stelle auch nicht mit Schmerzen fest, dass alles Beten nichts mehr hilft, dass der Junge, der 1988 in Rheinfelden, BL, geboren worden ist, tatsächlich der kroatischen Nationalmannschaft zu- und der schweizerischen abgesagt hat. Wer wäre ich denn, würde ich jetzt zur Feststellung kommen, dass jemand, der sich nach Geburt und Aufwachsen in der Schweiz gegen dieses Land entscheidet, wohl sehr gute Gründe für diese Entscheidung gehabt haben muss, oder aber (und jetzt kommt's) sehr schlechte Gründe für eine gegenteilige? Vermessen schiene es, dafür nur evtl. unseren schicken Hobby-Verein "Schweizerischer Fussball-Verband"



und die dort Drahtziehenden dafür verantwortlich zu machen, eine der grössten Gelegenheiten der letzten Jahre ausgelassen zu haben. Und folglich wäre es ebenso falsch, dem Verband fehlende Strukturen nachzureden, fehlende Professionalität gar. Gut so, denn sonst käme man eventuell auf die Idee, das als "typisch schweizerische Art" zu werten, als fehlende Cleverness, als ein Mangel an Ehrgeiz, an Verwegenheit (schicke, politisch inkorrekte Ausnahme: unser Bankgeheimnis), und man würde daraus folgern, dass uns das allgemein fehle und sich andere (in diesem Falle die Kroaten) auf unsere Kosten einen ablachen. Auf die Idee käme niemand. Zum Glück gucke ich nicht Schalke gegen Chelsea.

In diesem Sinne...

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