Dienstag, 9. Oktober 2007

Wieder mal...

...eine dieser Geschichten, die am Abend vorher anfangen, bzw. einige Tage vorher. Wie sich der regelmässige Besucher meines Blogs erinnern wird, hat meine wunderschöne Wohnung unter anderem ein Entrée. Dieses Entrée ist zwar wunderschön, doch das darüberliegende Flachdach (auf welches wir selbstverständlich per in der Wohnung liegender Wendeltreppe gelangen können) hat einwenig Mühe, mit dem Wasser umzugehen. Darum sah unser Entrée nach Regenfällen regelmässig so aus:












Natürlich ohne Auto drin. Jedenfalls sind deswegen seit zirka 5 Monaten regelmässig Arbeiter bei mir, die versuchen, diesem feuchten Treiben (uuuuuuuuh, schlüpfrig!) ein Ende zu bereiten, als wären sie Sittenpolizisten. Bis jetzt hingegen geschah dies nur mit mässigem Erfolg. Einer dieser Clowns hatte sich auf jeden Fall mal wieder ankündigen lassen, und zwar für heute morgen um halb acht. Das war am Dienstag oder so.






Gestern abend kam mein Bruder vorbei, und wir dachten uns, hey, es ist Mittwoch - why not?! - und gingen eigersteil. Ungefähr so:




Der Datenschützer war natürlich nicht dabei, und so lustig war's eigentlich gar nicht, und wirklich steil gingen wir auch nicht, aber wir hatten ein Paar




und auch noch den einen oder anderen




und gingen nicht allzu früh zu Bett. Heute morgen um zwanzig nach sieben, als mein Wecker klingelt, verfluche ich die ganze Welt, Gott und vor allem auch mein Entrée dafür, dass es so anfällig ist und ständig diesen Fremdsupport braucht. Ich hätte weinen können, es war schrecklicher als der Koreakrieg aus Sicht eines amerikanischen Infanteristen (oder eines koreanischen Kindes), ich wollte alles, nur nicht aufstehen, ich verfluchte meinen Job, meinen Wecker und natürlich auch Vater Alkohol. Harrend der Dinge, die in zehn Minuten kommen würden (no homo), liess ich mir das Leben und dessen Sinn intensiv durch den Kopf gehen, und auch das Gespräch mit dem bald erscheinenden Arbeiter, der irgendwas von Vendredi, 7.30 gelallt hatte, passierte Revue durch meinen angeschlagenen Schädel . Und heute morgen, nach zu viel Alkohol und zuwenig Schlaf, nachdem ich um 7.20 aufgewacht und der Welt geistig ade gesagt hatte, meldete sich mein innerer Übersetzer und flüsterte mir fein säuberlich ins Innenohr: Dude, Vendredi heisst FREITAG! Alles für nichts. Ich hätte mich töten können.





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