Montag, 8. Oktober 2007

Jaja

Volk, ich habe mich hier jetzt übers Wochenende nicht gemeldet. Der Grund lag in einem stechenden Schmerz in der Herzgegend, der mir riesige Angst eingejagt hat, ich dachte, ich hätte einen Herzfehler oder irgendwas und fragte mich schon, ob Gott keine Liebe mehr für mich hat, was durchaus möglich wäre, denn: God loves ugly! Umkehrschlüssig betrachtet stehe ich wohl kaum in seiner Top-Friends-List, hahahaaa. Nun denn, ich habe mich einwenig an das Stechen gewöhnt und gehe jetzt eher von einer harschen Erkältung oder aber einer Prellung in der Torsogegend aus, wenn Ihr Nicht-Mediziner versteht, was ich meine. Jedenfalls warte ich jetzt seit eineinhalb Stunden auf den Arzt, der mich "in zehn Minuten" zurückruft, und da ich eh nichts anderes tun kann als warten, dachte ich mir, ich widme Euch ein paar Zeilen erlesener Prosa, wie das bei meinen Schreibereien meistens der Fall ist. Nun denn, ich habe in den letzten sagen wir eineinhalb Wochen Frankies Musikgeschmack noch mehr lieben (jaja, Ihr Clowns, no homo!) gelernt, als ich das vorher schon tat, denn:
Als ich mir dann endlich mal Will.I.Ams Scheibe reingedröhnt habe (was viel Energie in Anspruch nahm, schliesslich hasse ich die Black Eyed Peas seit Fergie in nicht zu unterschätzendem Ausmass), kam ich zum Schluss, dass ich doch ein rechter Pop-Fan geworden bin. Das Album ist seicht, keine Frage, leicht anzuhören, keine Frage, ohne jeglichen Tiefgang, sei es textlich oder in Sachen Beats, keine Frage, nur: für mich funktioniert das irgendwie so! Sauber uptempo produziert, schlechte Reime, eingängige Hooks, oftmals will ich gar nicht mehr. Lieber das als ein weiss-nicht-wie-technisch-krasses Gelaber, mit dem ich weder relaten noch was anfangen kann. Da fährt mir Willie besser ein. Die Verkaufszahlen hingegen, nun, die sprechen eine andere Sprache, sehr viele scheinen den Willie nicht zu wollen... Dazu wohl ein andermal mehr.
Zweitens (und das hat schon zu Ferienzeiten stattgefunden) ist mir aufgefallen, wie geil das Album von Robin Thicke tatsächlich ist:
Das ist musikalisch dann ein anderes Level, weniger seicht, weniger eingängig, einiges darauf gefällt mir nicht sonderlich, aber es ist musikalisch stimmig, am Ende macht alles irgendwie Sinn, und obwohl man ab und zu skippt, verliert man den Faden nicht. Dazu ein Lil' Wayne in Topform, damit's auch ein bisschen was fürs Rapohr drauf hat. Ziemlich gut, muss ich zugeben, auch wenn Robin auf dem Album mehr Kopf(stimme) gibt als Volllblutsschlampen.
Nun denn, der Grund, warum ich Frankie hier so lobe, liegt darin, dass er mir diese beiden Alben vorweggenommen hat. Da ich aber von mir glaube, einigermassen auf der Höhe zu sein mit den neuen Releases, muss ich Frankie gegenüber neidlos zugeben, dass er nicht nur Geschmack hat, sondern auch schnell ist. Dem alleine gebührt bereits Erwähnung.
Ach ja, genau: Rap langweilt mich tödlich momentan. Was das für mein Album für Folgen zeitigt, ist noch nicht abzusehen. Ich stecke immer noch bei zwölf definitiven Tracks, und nicht mal die stimmen für mich so richtig. Keine Ahnung, was da geht, oder halt eben nicht mehr geht...

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