Dienstag, 4. September 2007

Mr. “By-His-Self-He's-So-Impressed”

Frankies Gedanken zum musikalischen Monat September:

Emm hat sich mit dem promomässig schlecht gewählten Move der unpersönlichen Posts bisher nicht viele weibliche Freunde im Monat September gemacht. Aber hey es gibt auch noch andere Themen ausser unserem makellosen Aussehen. Frankie gettet gerade seinen Al Green on und mehr Persönliches als das gibt’s diese Woche auch nicht vom Mr. „I know, I know, I look better in real life“. Es gibt wichtige Musik zu besprechen. Namentlich Curtis, Kanye und will.i.am.

Richtig gehört. Letzterer mag vielleicht Mink Boots im Sommer rocken, aber der Mann ist wichtig und soooo relevant im heutigen Popzirkus. So sehr, dass Rolf Knie sogar in Rapperswil zur Nebenerscheinung wird. Deshalb fangen wir auch gleich hier mit Will an. Dessen Album „Songs About Girls“ steht ab dem 21.9.07 in den Läden, aber dank meinem exzellenten Networking kam ich bereits viel früher in den Genuss und halte das Teil seit zwei Tagen in Händen. Eine Popbombe, sehr überraschend, wenig Peas-lastig, sehr uptempo, sehr clubbig, sehr catchy und sehr, sehr frisch. Hätte nie gedacht, dass ich mich in solch positiver Manier über Will äussern würde, aber das Album wird ganz gross. Der Track „Donque“ mit Snoop wird die Clubs töten (Remember my words) und auch sonst ist sehr viel gutes Material drauf. Will reiste in letzter Zeit wohl viel in Europa rum, die Eurodance Einflüsse sind unüberhörbar. Soviel zum Thema Nu Rave.

50, 50, 50 Cent.

Der gute hat bis jetzt mehr mit lustigen Radiointerviews (That ain’t even gas money!) als mit guter Musik überzeugt. „Ayo Technology“ funktioniert für mich, obwohl’s sehr forciert wirkt. Egal, ich gette meinen guten, alten 2 step in doubletime zu dem Ding on. Das Highlight für mich „Follow My Lead“ mit Robin Thicke. Wen wundert’s? Ach hab ich Al Green schon erwähnt? (Stop whining Bitches, I got mad game). Die eine oder andere Bombe ist auch noch drauf, finde das Album solide aber mehr auch nicht. Forgettable. Gäbe dem Ding 3.5 von 5 würde ich fürs Source arbeiten (We’re talkin pre-Benzino days).

Doch nun zum eigentlichen Höhepunkt der Trilogie: Mr. West.

Hab das Album zum ersten Mal vor über einem Monat gehört, mit leicht verändertem Tracklisting, und bin enttäuscht aus der Listening Session gelaufen. Meine Erwartungen waren so hoch, Gänsehaut kam nur grad vereinzelt auf. Doch nun schreiben wir Anfang September und ich hab das Teil ungefähr 5000mal durchgehört. Eine glatte 10. Hätte heulen können, „Good Morning“ ist das beste Intro, das ich je gehört hab, „Everything I Am“ berührt mich tief, tief drinnen (fragt Preston Burke, I got mad heart). „Can’t Tell Me Nothing“ kommt in die Top 5 der besten Songs des Jahres, Young Jeezy droppt auf dem Remix eine der geilsten Lines, die das Rapgame je gehört hat und wie genial ist es den King der Adlibs auf dem Original zu sampeln? „Stronger“ ist der beste Clubtrack des Jahres und „Big Brother“ die schönste Hommage, die ein Mann einem anderen widmen kann (NO HOMO). Könnte zu jedem Track noch anekdöteln, aber you get my point. Ich kann, als ziemlich intelligentes, gut aussehendes Weissbrot, mit einem madden Sense für Style einfach enorm mit dem neuen Malcom X relaten (So viel zu Anglizismen). Der Typ spricht mich lyrisch an, ist musikalisch genial. Ein perfekt gewähltes Tracklisting, perfekte Singleauskopplungen und ein Artwork, das tötet. Nennt mir einen Rapkünstler, der in den letzten zehn Jahren so konsequent sämtliche Ebenen eines Tonträgers zu vereinen wusste wie der Louis Vuitton Don. Dieser Scheiss lässt mich wieder Fan sein, erinnert mich an die Zeit, als ich das erste Mal Vinyl in der Hand hielt und als Rap noch faszinierte. Kanye ist ein Sicko, ein Perfektionist und das macht das ganze Ding so gut. Da wird an jedem Detail so lange geschraubt bis es nicht mehr besser geht. Alles ist so kohärent und aufeinander abgestimmt, dass es vollständig Sinn macht. „Graduation“ macht Kanye West zu einem der wichtigsten Verfechter moderner, urbaner Popmusik. Eindeutig mein Album des Jahres, komme was wolle.

“Yeah that tuxedo mighta been a little gweedo /
but with my ego, I can stand there with a speedo /
and still be looked at like a fuckin hero.”

Jetzt hört euch das Album an und verdaut den Scheiss.

2 Kommentare:

Emm hat gesagt…

My thoughts about this: Get a fucking life.

Anonym hat gesagt…

Howdy, Professor Howdy! Geile Siech!