Freitag, 7. September 2007

Heute Mittag...

...war ich zwecks Aufnahme gesunder Nahrung bei der (ja, feminin!) lokalen Coop. Die (ja, feminin!) Coop ist ja bekannt dafür, der (ja, feminin!) Migros über weite Strecken im Bereich des Convenience Foods längst den Rang abgelaufen zu haben, wer das nicht weiss, hat ein Problem oder wenig Geschmack. Jedenfalls bediente ich mich eines souveränen Asian Chicken Salads,



der ungefähr so aussieht wie der Salat hier, nur weniger gemischt, sondern mehr grün und mit Asian Chicken drin (ich liebe solche Beschreibungen: Mein Auto ist wie Deines, einfach andere Marke, anderer Autotyp und andere Farbe, aber sonst wirklich GENAU GLEICH!). Dazu gab es noch ein klitzekleines Sandwich aus der Abteilung "Sonst habe ich in zehn Minuten wieder Hunger" (machines need gas, guys!) und das obligate Red Bull,



welches bei Leuten wie mir den Kaffee, den ich eh nicht trinke, ersetzt, und welches nach solch guten Late-Night-Postings wie dem untenstehenden auch absolut notwendig ist. Ausgerüstet wie ein amerikanischer G.I., nämlich mit allem, was man zum Überleben braucht, swagge ich also locker in Richtung Kasse, und dort bietet sich mir ein Gespräch, welches meine nichtexistenten Nackenhaare gen Himmel zieht. Ein kurzer Auszug:

Verkäuferin 1 zieht die Waren von Kundin X über die Lesefläche. Ein Brot erscheint dabei mit dem Preis 2.10. Kundin X hat dieses jedoch aus der Aktionenecke gezogen, wo das Ding mit 1.50 beziffert war.

Kundin X: Äh, choschtet das ned nur 1.50?
...
Verkäuferin 1: Ähm, nei, es chostet 2.10 (und zeigt dabei cool wie ein Fischfurz auf das Display, das diesen Preis anzeigt, was Kundin X nun auch nicht wirklich weiterhilft, denn dort hat sie ja die Abweichung selber entdeckt).

Kundin X: Ich ha's aber vo det hinde!

Verkäuferin 2 tritt hinzu: Ich kläre das ab für Sie, Frau X!

Kundin X: Merci vielmol, Frau Z (Name von Verkäuferin 2)!

Es vergehen wertvolle Minuten meines von Geldmachen geprägten Alltags, denn natürlich muss die ganze Schlange warten. Verkäuferin 2 kommt zurück-

Verkäuferin 2: Sie hend Rächt, es isch 1.50.

Kundin X: Merci vellmol, ich ha's doch dänkt!

Schlussakt, alle lächeln und haben diesen bünzligen Schweizer-unter-Schweizern-Konsens, den ich abgrundtief hasse. Kundin X packt ihre Scheisse ein und sagt wohlwollend:

Kundin X: Merci vöu mou für de Ufwand!

Verkäuferin 1 und 2: Isch doch keis Problem für Sie, Frau X!

Die Nettigkeit und der Konsens sind so eklig gross, ich könnte kotzen. Und wegen 80 Rappen wird meine Doktorarbeit jetzt wohl kaum vor 2010 fertig. Am I the only one thinking I am not making enough money?!

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